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    Studienkommission Medizin
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    Neues aus der StuKo - Mai 2026: Austausch mit der Physik

      In der vergangenen StuKo-Sitzung waren PD Dr. Walther und Dr. Schnabel als Verantwortliche der Physik zu Gast. Im Mittelpunkt stand ein ausführlicher Austausch darüber, wie die Physik-Lehre aktuell aufgestellt ist, wo aus studentischer Sicht Probleme liegen und an welchen Stellen Verbesserungen möglich wären.

      Ein wichtiger Punkt war zunächst der Blick auf die Prüfungsdaten. Diskutiert wurde, dass es aktuell eine große Anzahl an Wiederholenden gibt und die Zahl der Rücktritte seit 2022 zugenommen hat. Gleichzeitig wurde betont, dass die Zulassungen zur Erfolgskontrolle über die Jahre hinweg stabil geblieben seien und man mit den Zahlen des aktuellen Jahrgangs von Seite der Lehrenden insgesamt zufrieden sei. Als mögliche Gründe für Schwierigkeiten wurden von den Verantwortlichen unter anderem das Zeitmanagement in der Vorbereitung, die Lage als letzte Klausur der Prüfungsphase und der Prüfungszeitpunkt zu Beginn des März genannt.

      Viel Raum nahm außerdem die Diskussion um das Prüfungsformat ein. Von studentischer Seite wurde angesprochen, ob ein stärkerer Bezug zum MC-Format des Staatsexamens, Möglichkeiten zur Mitnahme einer Formelsammlung zur Prüfung oder eine weitere Entlastung bei Zeit und Aufgabenstellung sinnvoll wären. Von Seiten der Physik wurde erklärt, dass am aktuellen Format vorerst festgehalten werden soll, weil es aus ihrer Sicht stärker auf Verständnis und Anwendung abzielt. Gleichzeitig wurde aber auch mitgenommen, dass viele Studierende die Prüfung als sehr anspruchsvoll erleben und sich eine noch bessere Abstimmung zwischen Lehre, Seminarinhalten und Klausur wünschen.

      Auch inhaltlich ging es um die Frage, in welcher Tiefe beziehungsweise in welchem Umfang Medizinstudierende Physik in der Ausübung der ärztlichen Tätigkeit brauchen. Dabei wurde besonders diskutiert, wie stark sich die Lehre an Grundlagen, am Gegenstandskatalog, am NKLM und an klinischer Relevanz orientieren sollte. Aus studentischer Sicht wurde mehrfach betont, dass vor allem Grundlagen, Verständlichkeit und gute Einordnung ins Medizinstudium wichtig sind. Von Seite der Lehrenden wurde hervorgehoben, dass Physik nicht nur auf das Bestehen einzelner Prüfungen vorbereitet, sondern auch ein wissenschaftliches Fundament vermitteln soll.

      Positiv hervorgehoben wurden in der Sitzung die Repetitorien, die von vielen als hilfreiches Angebot wahrgenommen werden. Kritischer diskutiert wurden dagegen einzelne Seminarerfahrungen, die didaktische Gestaltung und die Frage, wie gut Veranstaltungen auf unterschiedliche Lernstände der Studierenden eingehen. Auch das Blockpraktikum wurde in Hinblick auf den vorlesungsfreien Zeitpunkt hin angesprochen: Hier sehen die Verantwortlichen aktuell zwar kaum Spielraum für eine Umorganisation, das grundsätzliche Problem wurde aber wahrgenommen und einige gemeinsame Vorschläge wurden diskutiert. Eine teilweise Vorverlegung in das Semester sei logistisch und personell aktuell nicht umsetzbar, langfristig jedoch nicht ausgeschlossen.

      Bei den Evaluationen wurde deutlich, dass es aus Sicht der Physik auf kontinuierliches und frühzeitiges Lernen ankommt. Gleichzeitig wurde von studentischer Seite erneut zurückgemeldet, dass nicht nur Lernverhalten, sondern auch Didaktik, Belastung von Lehrveranstaltungen und Prüfung eine Relevanz haben. An dieser Stelle wollen wir nochmal einen Appell aussprechen, die Evaluationen zum Semesterende wahrzunehmen, um langfristig in der Lehre der einzelnen Fachbereiche etwas zu verbessern, vor allem bei konstruktiv formulierten Freitexten! 

      Zum Abschluss wurde festgehalten, dass sich bei den Dresdner Physik-M1-Ergebnissen im Deutschlandvergleich derzeit weiterhin ein stabiler Trend um den Bundesdurchschnitt  abzeichnet.

      Zusammengefasst war die Sitzung vor allem eines: ein intensiver zweistündiger Austausch, bei dem unterschiedliche Perspektiven beschrieben wurden. Frau PD Dr. Walther und Herr Dr. Schnabel stehen für weitere Gespräche gern zur Verfügung. In diesen wird es darum gehen, die o.g. Punkte weiter zu konkretisieren und zu schauen, wo realistische Verbesserungen in Lehre, Prüfungsformat und Kommunikation möglich sind. Wir nehmen aus der Sitzung mit, dass es ein gutes und wichtiges Gespräch war – und dass das Thema Physik uns in der StuKo sicher weiter beschäftigen wird. Wir danken den beiden Verantwortlichen für ihre Offenheit und freuen uns auf weiteren Austausch.

      Falls ihr Anregungen, Sorgen, Probleme oder Fragen habt, kommt gerne auf uns persönlich oder über den Briefkasten zu!

      Hochgeladen von: Katrin
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